Es ist, als würde man eintauchen in einen Cartoon: Schwarz-weiße Zuckerstangenstreifen, riesige Pepita-Muster, knallenge Latexhosen, Röcke aus Flokati, weibliche Kurven, so rasant in Szene gesetzt wie bei Jessica Rabbit – was der junge Modedesigner Thomas Hanisch in diesem Sommer auf dem Laufsteg der Mercedes-Benz Fashion Week gezeigt hat, ist ein quietschbuntes, groteskes Spektakel.

Der noch sehr junge Berliner Designer Thomas Hanisch hat sich mit extravaganter Mode einen Namen gemacht, die die weibliche Silhouette mal stark betont, mal verfremdet. Seine aktuelle Kollektion, so heißt es nebulös im Pressetext, sei inspiriert von einer „exzentrischen Kultfigur, deren Liebe zu Pelz mehr wert ist als ihr eigenes Leben.“ Wen mag er bloß meinen? Anna Wintour? Carmen Geissen? Cruella DeVil? Eigentlich auch egal – Thomas Hanisch hat seinen eigenen Stil geprägt, der humorvoll, schrill und ziemlich abgespaced daherkommt. Spätestens, seitdem Lady Gaga in einem seiner Kleider ihren Geburtstag gefeiert hat, ist Hanisch in der Berliner Modewelt als Mann fürs Extreme bekannt.

Die Models tragen ihre Haare eingeschlagen in Victory Rolls im Stil der 50er Jahre, über ihren Augen leuchtet rote Kriegsbemalung, manchen setzt Hanisch große, runde Sonnenbrillen auf. Die Kollektion ist ausschließlich in den Farben Schwarz, Weiß und Rot gestaltet. Hanisch kombiniert Klassisches und Aberwitziges, schmale Maxi-Röcke mit bauchfreien Bustiers, Flokati mit Lack und Leder, kurz geschnittene Bikerjacken mit zarten transparenten Stoffen, elegante Schnitte und verrückten Muster, ellenbogenlange Handschuhe zu Corsagen, prägnante Reißverschlüsse zu kastenförmigen Schultern.

Thomas Hanischs Kollektion ist sexy, skurril und turbulent wie eine Screwball-Komödie. Ein großer Spaß, bei dem man instinktiv nach der Popcorn-Tüte greifen will. Wenn Lady Gaga mal wieder was Neues zum Anziehen sucht – hier würde sie eine Menge für sich finden.

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Wind reisst Models fast die Kleider vom Leib

Zahlreiche Schaulustige versammelten sich am Samstag und Sonntag bei Seegräben am Pfäffikersee. Grund dafür waren Shootings für den neuen Bauernkalender – und zu sehen gab es einiges. «Es war Sturmwarnung», erzählt Projektleiter Mike Helmy, «einige Frauenkleider waren nicht wetterfest, wir mussten darauf achten, dass sie die nötigen Stellen auch bedecken.»

Eine weitere Panne gab es, als ein Model mit einer Krone aus Ästen auf ein Pferd steigen sollte. «Offenbar war das Pferd hungrig – es hat den Kopfschmuck kurzerhand aufgefressen», erzählt Helmy. Ansonsten seien die Fototermine aber ohne Zwischenfälle abgelaufen. Mit dem Ergebnis ist Helmy zufrieden – er ist sich sicher: Dieses Jahr wird der Kalender besonders speziell.

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Zu verdanken sei das auch den 24 Amateurmodels, die allesamt einen super Job gemacht hätten. Darunter ist auch Christoph (23). «Einige meiner Kollegen haben bereits bei den vorherigen Kalendern mitgemacht. Diese Jahr wollte ich auch dabei sein», sagt der Landwirt aus Dietikon. Dafür müsse er sich aus seinem Umfeld jetzt so einiges anhören – darunter zum Beispiel Sprüche, ob er seinen Ranzen fürs Foto auch genügend eingezogen habe.

Bei Afra sieht das anders aus. «Ich habe den vollen Support von meiner Familie und Bekannten», so die 26-Jährige aus dem Kanton Glarus. Sie kam am Sonntag zum Shooting nach Seegräben, weil bei ihr zu Hause seit Jahren ein Bauernkalender an der Wand hängt und sie auch einmal mitmachen wollte. «Es war lustig, aber ziemlich kalt», sagt die schöne Schreinerin. Das habe auch am knappen Outfit gelegen. «Zu Hause würde ich nicht so rumlaufen.» Immerhin habe der Wind bei ihr Erbarmen gezeigt.

Bereits am Donnerstag und Freitag waren in Zollikofen BE die ersten Models abgelichtet worden. Mit den zwei Shootings am Samstag und Sonntag in Seegräben sind alle Fotos im Kasten. Der Kalender wird Anfang September erscheinen und kann bereits jetzt vorbestellt werden.

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Glanzvoller Auftakt des AHOI-Hafenfestivals

Am 18. Juni feierte in Greifswald das Musical JEKYLL & HYDE von Frank Wildhorn glanzvolle Premiere. Die Show ist Teil des AHOI-Hafenfestival und bot bei bestem Wetter eine beeindruckende Open-Air-Inszenierung mit Starbesetzung. Standing Ovations und Beifallrufe zeugten von der Begeisterung des Publikums.

Der seltsame Fall des Dr Jekyll & Mr Hyde

London im 19. Jahrhundert. Der junge Dr. Henry Jekyll sucht einen Weg, um seinen Vater zu helfen, der an einer Geisteskrankheit leidet. Er ist sich sicher, dass er ihm helfen kann, wenn es ihm gelingt, die Seele eines Menschen von dem Bösen zu befreien. Seine Forschungen stoßen auf Skepsis und Ablehnung. Als seine Bitte um ein menschliches Versuchsobjekt abgelehnt wird, benutzt er sich selbst als Versuchsperson. Sein Experiment gelingt nur zum Teil: Seine Seele wird in Gut und Böse geteilt, doch ist die böse Seite nun entfesselt und nicht mehr zu kontrollieren. Verzweifelt sucht Jekyll eine Lösung des Problems, während Jekylls andere Seite – Edward Hyde – London mit grausamen Morden in Schrecken versetzt. Zugleich rückt Jekylls Hochzeit mit der jungen Lisa Carew immer näher.

Das Musical basiert auf dem Roman von Robert Louis Stevenson, die eingängigen Melodien stammen von dem Komponisten Frank Wildhorn (u.a. DRACULA, ARTUS).

Künstlerisches Bühnenbild und stimmungsvolle Kostüme

Das Bühnenbild bestand hauptsächlich aus vier bewegbaren Türmen, die mit verschieden Szenenmotiven verkleidet waren. Sie zeigten London bei Tag, bei Nacht und das Hausinnere. Hier konnten sogar zwei Türen geöffnet werden, die Jekylls Labor offenbarten. Des weiteren waren oben Laken bedruckt, die abgenommen werden konnten und im oberen Bereich Platz für die Darsteller machten, so dass ein Spiel auf zwei Ebenen möglich war.

Die Kostüme passten zum Bühnenbild und der Zeit. Uniformen, Anzüge, Kleider, alles war angelehnt an das 19. Jahrhundert und entführte das Publikum knapp zwei Jahrhunderte in der Zeit zurück.

Starbesetzung

Die Hauptrolle des Jekyll und Hyde spielte Chris Murray und zog das Publikum in seinen Bann. Jekyll verkörperte er charmant und zugleich frech, was immer wieder für erheiternde Momente sorgte. Als Hyde zeigte er sich spöttisch und rücksichtslos. Mit seiner kraftvollen und wandelbaren Stimme passte er perfekt für diese Rolle und vor allem „Dies ist die Stunde“ und „Konfrontation“ löste wahre Begeisterung beim Publikum aus.

Seine Verlobte Lisa Carew wurde von Jardena Flückiger überzeugend verkörpert. Sie mimte perfekt die selbstbewusste, junge Frau, die voll und ganz hinter ihrem Verlobten steht. Mit ihren schlagfertigen Kontern auf der Verlobungsfeier sorgte sie für das ein oder andere Schmunzeln im Publikum. In ihrer Rolle überzeugte Jardena Flückiger allem voran beim Duett „Lebenswerk“ mit ihrem Vater Sir Denvers Carew, aber auch bei dem Lied „Nimm mich wie ich bin“ gewann sie das Publikum mit ihrer klangvollen Stimme.

Lucy Harris wurde von Kristi Anna Isene gespielt – taff und zugleich träumerisch trat sie auf. Dabei passte sie sowohl stimmlich, als auch darstellerisch zu dieser Rolle, was sie schon vom ersten Moment mit „Bringt die Männer her“ bewies. Doch auch gefühlvolle Balladen meisterte sie mit Bravur und löste Gänsehautmomente aus. Der Höhepunkt war „Gefährliches Spiel“, ein Duett mit Hyde.

Thomas Rettensteiner stand als John Gabriel Utterson auf der Bühne. Er spielte den besorgten Freund und Anwalt von Jekyll einfühlsam. Er zeigt sich als loyal, vor allem als er hinter Jekylls düsteres Geheimnis kommt. Seine Bariton-Stimme harmonierte perfekt bei dem Duett, das er in „Lebenswerk“ mit Jekyll singt.

Lisas Vater Sir Danvers Carew ist mit Alexandru Constantinescu besetzt. Diplomatisch vermittelt er zwischen seinem zukünftigen Schwiegersohn Henry Jekyll und den Vorstandsmitgliedern des Krankenhauses. Zugleich kommt auch immer wieder sein Beschützerinstinkt als Vater von Lisa zur Geltung. Nicht nur schauspielerisch, sondern auch stimmlich eine gute Wahl für diese Rolle.

Auch der Krankenhausvorstand – bestehend aus Lady Beaconsfield (Doris Hädrich-Eichhorn), dem Bischof von Basingstoke (Tye Maurice Thomas), Simon Stride (Johannes Richter), Lord Savage (Bernd Roth), General Lord Glossop (Valmar Saar) und Sir Archibald Proops (Alexej Trochin) – überzeugte mit seiner Besetzung. Allen voran Doris Hädrich-Eichhorn überzeugte mit ihrem überheblichen und arroganten Spiel.

Der Chor sang sehr deutlich, so dass der Text meist gut zu verstehen war. Die Choreographie unterstrich die Dynamik auf der Bühne, besonders bei „Mörder“ oder aber bei „Bringt die Männer her“. Das philharmonische Orchester Vorpommern begleitete stimmungsvoll durch das Stück.

Großes Musicalhighlight

Alles in allem war es ein sehr mitreißender und fesselnder Abend voller Witz und Tragödien. Die Atmosphäre wird von Bühnenbild und Kostümen perfekt unterstrichen und die Darsteller entführen die Zuschauer ins düstere London des 19. Jahrhunderts.

Diese Show ist zweifelsfrei eine Reise wert und macht den Abend zu etwas Besonderem. Ein Muss für alle Musicalliebhaber.

Noch bis zum 25. Juni ist es in Greifswald zu sehen, bevor es vom 29. Juli bis zum 11. August in Stralsund zu sehen ist.

Am 24. Juni wird es nach der Show eine Autogrammstunde mit Chris Murray in Maske und Kostüm geben – eine perfekte Gelegenheit, den Show-Besuch noch außergewöhnlich enden zu lassen.

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